Neue Mensa TU Dresden

Neue Mensa TU DresdenRealisierung1977 - 1981AufgabeNeubau einer Mensa für 4.000 EssensteilnehmerEntwurfUlf Zimmermann, TU-Projekt DresdenAuszeichnungArchitekturpreis des Rates des Bezirkes Dresden, 1981 [...]

Neue Mensa TU Dresden

Realisierung

1977 - 1981

Aufgabe
Neubau einer Mensa für 4.000 Essensteilnehmer
Entwurf

Ulf Zimmermann, TU-Projekt Dresden

Auszeichnung
Architekturpreis des Rates des Bezirkes Dresden, 1981
Teil des Beitrags „Mensabauten“ bei der I. Biennale in Sofia, 1981
Auswahl als Begehungsobjekt der VIII. Kunstaustellung der DDR, 1982
Preis der TU Dresden, 1984
Aufnahme in die Denkmalliste des Landes Sachsen, 2008

Dem am Fritz-Förster-Platz in Dresden in den 90er Jahren errichteten Gebäude liegt die letzte Anwendung einer Konzeption zugrunde, die ursprünglich für die Mensa der TH Ilmenau entwickelt wurde. Damit waren einer Anpassung an vorhandene Baulichkeiten sowie an örtliche Gegebenheiten von vornherein Grenzen gesetzt.

Das Konzept ermöglichte jedoch, durch den Austausch der raumbegrenzenden Elemente, des Mobiliars, der Beleuchtung und der Werke der bildenden Kunst eine standortspezifische Ausformung und Wirkung des Gebäudes zu erreichen.

Neben vier unterschiedlich großen Speisesälen, als überschaubare Einheiten konzipiert, stehen noch eine Speisebar, eine Cafeteria mit 142 Plätzen sowie eine Bierstube mit 70 Plätzen zur Verfügung.

Erdgeschoss
1: Empfangshalle, 2: Cafeteria, 3: Bierstube,
4: Eingangshalle

Obergeschoss
1: Saal 1, 2: Saal 2, 3: Saal 3, 4: Saal 4, 5: Saal 5,
6: Speisenbar, 7: Küche, 8: Speisenempfang,
9: Besprechungsräume, 10: Mehrzweckraum,
11: Mensaleitung

Mehrere kleinere Mehrzweckräume können für Vorträge und sonstige Veranstaltungen genutzt werden.

Sichtmauerwerk, sowohl für Teile der Außenwandflächen wie auch im gesamten Inneren verwendet, in Verbindung mit den dunkel gebeizten Holzdecken sind die charakterisierenden Bau- und Gestaltungelemente.

Drei Jahre nach Fertigstellung erfolgte die Aufstellung einer Stahlstele des Dresdner Künstlers Hermann Glöckner, der sich durch sein konstruktivistisches Schaffen internationales Ansehen erworben hat. Sein “Mast mit zwei Faltungszonen” wurde gewählt, um mit einem weithin sichtbaren Wahrzeichen den Campus der Technischen Universität zu signalisieren. Zugleich wurde damit der strengen horizontalen Erscheinung des Mensa-Baukörpers ein bewegt-vertikaler Kontrapunkt gegenübergestellt.

Die Speisesäle 1 und 2 können durch eine Faltwand getrennt oder vereinigt werden.

Mehrzweckraum I und II: textile Applikationen von Agathe Böttcher, Dresden; Speisenbar: Keramikmedaillon von Hans Rothe, Halle
Mehrzweckraum III: Gobelin zum Thema “Freundschaft der Völker”von Rosemarie und Werner Rataiczyk, Halle

Auf dem Podest der zur Speisenbar und zum Mensasaal 5 führenden Treppe spannt ein großflächiges, nach einem Entwurf von Rudi Sitte, Dresden, gefertigtes Keramikrelief die gesamte Stirnfläche aus.

Ziel der für dieses Gebäude erarbeiteten bildkünstlerischen Konzeption war, den Erlebniswert der Architektur durch die Einbeziehung von Werken der bildenden Kunst fortzusetzen und zu erhöhen. Motiv der Einordnung war ebenso, durch diese Werke einzelne räumliche Bereiche zu akzentuieren und eine einprägsame Ausformung zu erreichen.

NF

3.084 m²

Fotograf

© Lutz Liebert, Hochschulbildstelle TU Dresden sowie AGZ