Beyer-Bau, TU Dresden

Fakultät Bauingenieurwesen ``Beyer-Bau``, TU DresdenAuftraggeberStaatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, NL Dresden IIRealisierung2009 - 2024 (in Bauabschnitten)Aufgabegrundlegende Sanierung eines zu Beginn [...]

Fakultät Bauingenieurwesen ``Beyer-Bau``, TU Dresden

Auftraggeber

Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, NL Dresden II

Realisierung

2009 - 2024 (in Bauabschnitten)

Aufgabe
grundlegende Sanierung eines zu Beginn des 19. Jhdts. errichteten Hochschulgebäudes unter Berücksichtigung der denkmalschutzrechtlichen Auflagen, der Verdichtung der Nutzung, der statischen Belange, der Erneuerung aller haustechnischen Bauteile, der bauphysikalischen Vorgaben und des Brand- und Arbeitsschutzes; Erneuerung der Außenanlage incl. aller Medien
Status
im Bau
VOF-Verfahren

Zuschlag

Der Bau wurde in den Jahren 1908 bis 1913 als erster Teil der Campussanierung vom Architekten Martin Dülfer für die Abteilung Bauingenieurwesen, das Wissenschaftlich-Photographische Institut und das Geodätische Institut der Königlich Technischen Hochschule Dresden geplant und ausgeführt. Das Gebäude umfasst 5 Geschosse, zuzüglich Keller, Turmgeschosse und Dachboden.

1913 Flurkreuzung

Als zweiflügelige Anlage mit zentralem Kuppelbau konzipiert, wurde wegen des beginnenden 1. Weltkrieges jedoch nur der nördliche Flügel ausgeführt. Dieser ist (ungeachtet der Beseitigung von Schäden infolge des 2. Weltkrieges) bis heute im Wesentlichen unverändert geblieben.

Städtebaulich stellt der Beyer-Bau den Flügelbau eines nicht verwirklichten zentralen Zugangs mit Kuppelhalle und großem Hörsaal dar.

Durch seinen hohen Grad an gestalterischer Durchdringung und seine bemerkenswert gut erhaltene Ausstattung ist er als Einzeldenkmal geschützt. Vorrangiges Ziel der Baumaßnahme ist es, den Beyer-Bau an die Anforderungen eines heutigen Universitätsgebäudes vor allem in Bezug auf brand- und arbeitsschutztechnische sowie haustechnische Belange sowie die geänderten Anforderungen an Lehre und Forschung anzupassen.

Der Geschossbau insgesamt ist als Mauerwerksbau mit Stahlbetondecken, der Turm hingegen als bis zu den Fundamenten entkoppelte Stahlbetonkonstruktion ausgeführt.

Der Observatoriumsturm wird mit einer modernen Fassadengestaltung aus beschichteten Leichtmetalllamellen, geschlossenen Elementen und Verglasung verkleidet.

Die Innenräume sind durch ein klares und konsequentes Konzept charakterisiert: dunkle Holztüren und Einbauschränke, farbig gestaltete Wände, an repräsentativen Stellen ornamentierte Decken in Stuck und Steinputz, Fußböden in den Fluren in Linoleum mit einem Terrazzofries und in Teilbereichen unterschiedliche Fliesenbeläge.

Die Flure vom Erd- bis zum 2.Obergeschoss und die Treppenhäuser erhalten ihr historisches Erscheinungsbild zurück, die Farbigkeit soll wiederhergestellt und der Fußbodenbelag entsprechend nachempfunden werden. Einbauschränke und Holztüren werden behutsam saniert und ertüchtigt.

Die Flure des Sockel- und des Dachgeschosses müssen aus nutzungsbedingten Gründen tw. neu gestaltet werden, sie sollen jedoch durch verwandte Farbigkeit der Wände, Böden und Decken mit den mittleren Geschossen zu einer Einheit zusammengefasst werden.

Die Standorte der historischen Hörsäle wurden erhalten, diese sollen entsprechend ihres baulichen Zustandes entweder erneuert oder, soweit unter Berücksichtigung heutiger Anforderungen möglich, auf das historische Erscheinungsbild zurückgeführt werden. Bereits in den 1950er Jahren umgebaute Hörsäle, Seminarräume sowie Büros erhalten hingegen eine moderne Fassung.

BGF

17.764 m²

NF

7.416 m²

Leistungsphasen

2 - 8

In Zusammenarbeit mit
HF Architektur GmbH BDA
Fotograf

© Till Schuster (Baustellenfotos), Zirkelmonografie (historische Aufnahmen), HFZ Architekten (Perspektiven)