Oberschule Burgstädt

  • Aufgabe Neubau einer zweizügigen Oberschule einschließlich der funktionalen Einordnung der Freiflächen in der Friedrich-Marschner-Straße 9, 09217 Burgstädt
  • Wettbewerb 1. Preis
  • Auslober Stadt Burgstädt
  • Der Neubau der Diesterweg-Oberschule Burgstädt eröffnet die Chance, am Standort in der Friedrich-Marschner-Straße ein wirtschaftliches, nachhaltiges und funktionales Schulgebäude mit identitätsstiftender architektonischer Qualität zu entwickeln. Das Gebäude wird als kompakter, eigenständiger Baustein auf dem Grundstück verortet. Die Freianlagen bilden einen Schulcampus im Kleinen: sie rahmen den Neubau, schaffen geschützte Aufenthaltsbereiche und verankern den Neubau selbstverständlich in seinem Umfeld. Es entsteht ein differenziertes Angebot für Unterricht und Ganztag, für Aktivität und Erholung. Der durch Pflanzflächen, Sitzmöglichkeiten und robuste Bewegungsbereiche gegliederte Schulhof bindet unmittelbar an das Gebäude an und setzt die Gemeinschaftsbereiche von Aula und Mensa im Außenraum fort.

    Der Neubau ist als klar strukturiertes Schulhaus mit einer guten Orientierung entwickelt. Der viergeschossige Neubau ist aus zwei gegenüberliegenden, gleichartig aufgebauten Unterrichtsclustern entwickelt, die Bildung in sich geschlossener Einheiten ist so bereits in der Baufigur ablesbar. Der großzügige, der Funktion Schule angemessene Eingangsbereich leitet fließend vom Außen- in den Innenraum über. Die offene Empfangssituation mit einem Windfang, der vor Unterrichtsbeginn als Wartezone dienen kann, schafft Orientierung und führt direkt zur repräsentativen Haupttreppe. Das Erdgeschoss übernimmt als gemeinsame Ebene der Schule eine besondere Rolle, hier entsteht das Podium des schulischen Lebens: ein Kommunikationszentrum und offenes Forum des schulischen Lebens. Übergeordnete Funktionen wie Bibliothek, Cafeteria und Schulsozialarbeit liegen ebenerdig und bilden gemeinsam mit Foyer, Aula und Mensa den zentralen Treffpunkt für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Gäste.

    Das Energiekonzept verbindet passive Maßnahmen mit effizienter Technik. Gute Tageslichtversorgung, außenliegender Sonnenschutz und natürliche Lüftungsmöglichkeiten werden mit bedarfsgerechter Lüftungs- und Wärmeerzeugung kombiniert. Dachflächen werden für Photovoltaik und Begrünung genutzt. Die Freianlagen ergänzen das ökologische Konzept. Leitidee ist ein grüner, klimaangepasster Schulstandort mit hoher Alltagstauglichkeit. Vorhandene Qualitäten des Grundstücks werden aufgenommen, er bestehende Baumbestand maximal integriert und durch zukunftsfähige, trockenheitsresistente Laubbaumarten (Klimabäume) ergänzt. Naturnahe Pflanzungen und robuste Aufenthaltsflächen machen Nachhaltigkeit im  Schulalltag erfahrbar und schaffen zugleich ein angenehmes Mikroklima für Unterricht und Pause.

  • Zusammenarbeit RBZ Generalplanungsgesellschaft mbH, Dresden AGZ Zimmermann Architekten GmbH, Dresden Architekturbüro Raum und Bau GmbH, Dresden Storch.Landschaftsarchitektur, Dresden