Neubau Mensa Süd, Rostock

  • Aufgabe Neubau der Mensa Süd in Rostock - Leistungen der Gebäudeplanung einschließlich Fachplanung einer Großküche und Brandschutzplanung
  • VgV-Verfahren Verhandlungsverfahren, Zuschlag
  • Auslober Studierendenwerk Rostock-Wismar
  • Die Mensa wird als zentraler Baustein des Campus verstanden und stärkt die räumliche und funktionale Vernetzung der Universitätsstandorte. Durch die Öffnung des Gebäudes zum Platz werden die Aktivitäten der Mensa nach außen sichtbar, wodurch der Freiraum stärker aktiviert und die soziale Interaktion gefördert wird. Der Campusplatz gewinnt dadurch an Urbanität, Aufenthaltsqualität und Nutzungsintensität und entwickelt sich zu einem attraktiven Mittelpunkt des Campuslebens.

    Die großzügigen Vorbereiche und die barrierefreie Anbindung integrieren das Gebäude selbstverständlich in die vorhandenen Fußwegverbindungen. Gleichzeitig gewährleistet die klare Trennung von Besucher- und Lieferverkehren einen störungsfreien und sicheren Betrieb. Perspektivisch bietet sich die Umgestaltung des Platzes zu einem klimaangepassten „Cool Place“ an. Baumpflanzungen, Verschattungselemente, helle Oberflächen könnten die Aufenthaltsqualität insbesondere in den Sommermonaten deutlich erhöhen.

    Die Fassadengestaltung entwickelt sich aus der Funktion und Bedeutung der Mensa als zentralem Campus-Treffpunkt. Klare Proportionen und die Baukörpergliederung in Sockel-, Regel- und Dachzone verleihen dem Gebäude eine angemessene Maßstäblichkeit und stärken seine Präsenz im universitären Umfeld. Die Fassadenstruktur ordnet die großen Nutzungsbereiche ablesbar und erzeugt gleichzeitig Tiefe, Verschattung und Lebendigkeit. Nachhaltigkeit wird durch robuste, wartungsarme Materialien, konstruktiven wie anlagentechnischen Sonnenschutz, eine lange Nutzungsdauer der Hülle sowie eine ressourcenschonende Bauweise unterstützt. Großzügige Verglasungen entsprechen dem öffentlichen Charakter der Mensa und fördern Einblicke in das Innenleben des Gebäudes.

    Die innere Organisation der Mensa gewährleistet eine barrierefreie und intuitive Nutzung. Alle öffentlichen Bereiche sind stufenlos erschlossen und über Aufzüge verbunden. Barrierefreie Sanitäranlagen sowie flexibel nutzbare Aufenthaltsbereiche ermöglichen eine gleichberechtigte Teilhabe aller. Die Wegeführung unterstützt eine einfache Orientierung innerhalb des Gebäudes.

    Die Schnittdarstellungen verdeutlichen die klare vertikale Organisation der Mensa mit öffentlichen und logistikorientierten Bereichen im Erdgeschoss, den Speisesälen im 1. Obergeschoss sowie den Produktions- und Technikbereichen im 2. Obergeschoss. Die einzelnen Erschließungselemente verbinden alle Ebenen effizient und schaffen kurze Wege für Gäste, Personal und Waren. Die großzügige zentrale Halle führt Tageslicht tief in das Gebäude und unterstützt die intuitive Orientierung über alle Geschosse hinweg.

  • Zusammenarbeit RBZ Generalplanungsgesellschaft mbH, Dresden AGZ Zimmermann Architekten GmbH, Dresden Architekturbüro Raum und Bau GmbH, Dresden