Hochleistungsrechner/ Speicherkomplex (HRSK-II) TU Dresden, „Lehmann-Zentrum Rechenzentrum (LZR)“

Auftraggeber

Freistaat Sachsen, Staatsbetrieb Sächs. Immobilien- und Baumanagement, NL Dresden II

Realisierung

2012 - 2015

Aufgabe
Neubau eines Hochleistungs-Rechenzentrums mit Speicherkomplex
Auszeichnung
Dt. Rechenzentrumspreis 2014, Kategorie: Energie- und Ressourcen effiziente Rechenzentren
Anerkennung BDA- Preis 2019
VOF-Verfahren

Zuschlag

Auf dem Campusgelände der TU Dresden wurde der Neubau eines Hochleistungsrechenzentrums mit Speicherkomplex (HRSK-II) errichtet. Mit dem Bauvorhaben wurden die räumlichen und technischen Voraussetzungen für den Betrieb eines IT-Zentrums geschaffen.

Aufgrund der hohen Betriebskosten, die aus dem Stromverbrauch der Rechner resultieren, waren energieeffiziente Maßnahmen in der Klima- bzw. Kühltechnologie, die Nachnutzung der Abwärme für Heizzwecke auf dem TU-Campus und die Anbindung des Gebäudes an das Wissenschafts- und Kommunikationsnetz wichtige Bestandteile der Bauaufgabe.

Der Standort befindet sich auf dem Campus der TU Dresden. Das Rechenzentrum bildet gemeinsam mit dem Fakultätsgebäude Informatik das “Lehmann-Zentrum” der TU Dresden.

Das Gebäude ist als kompakter, quaderförmiger Baukörper mit teils unter-, teils oberirdischen Geschossen konzipiert. Mit der Höheneinordnung  in der Hanglage wird sowohl den topografischen Verhältnissen am Standort als auch stadtplanerischen Vorgaben Rechnung getragen.

Der Neubau erscheint als geschlossener Solitär mit massiver Hülle und nur wenigen Öffnungen entsprechend des geforderten Sicherheitskonzeptes. Lediglich die Nordfassade erhält im Büro- und Foyerbereich einen verglasten Einschnitt.

Vorteile der gewählten Grundrisslösung liegen im einfachen Aufbau, der eine klare Zonierung und Gliederung der einzelnen Funktionsbereiche und vor allem die Einhaltung des Sicherheitskonzeptes erlaubt.

Der RZ-Neubau kombiniert konträre Anforderungen: höchste Leistungsdichten für warmwassergekühlte Hochleistungsrechner einerseits und maximale Verfügbarkeit für die IT andererseits. Zusätzlich waren hohe Energieeffizienz, Abwärme- / Nachnutzung und langfristig flexible Nutzbarkeit gefordert. Der Neubau ermöglicht die Realisierung dieser Prämisse sowie die Umsetzung eines grundlegend neuen Raumkonzeptes.

Kern des entwickelten Raum- und Funktionskonzeptes ist die Bündelung aller infrastrukturellen Einrichtungen in einer begehbaren Ebene. Das Plenums-Konzept ersetzt den herkömmlichen Doppelboden.

Durch den klein- wie großmaßstäblich anpassungsfähigen Aufbau des Rechenzentrums sind alle Voraussetzungen für eine langfristige Lebensdauer gegeben. Der technischen Skalierbarkeit werden innerhalb der baulichen Hülle keine Grenzen gesetzt. Flexibilität führt als wichtiger Nachhaltigkeitsfaktor zu einer dauerhaft effizienten Nutzung der eingesetzten Ressourcen.

NF

1.570 m²

Leistungsphasen

2-8 (Generalplanung), 9

In Zusammenarbeit mit
Code Unique Architekten, Dresden
Leonhardt, Andrä und Partner, Beratende Ingenieure VBI AG, NL Dresden
proRZ Rechenzentrumsbau GmbH, Betzdorf
INNIUS DÖ GmbH, Dresden
Dataconstruct Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden
mgp gille + partner, Dresden
Fotograf

© Robert Gommlich